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Es war einmal eine Firma in Solingen, die hieß K****S. Sie war eine alteingesessene Firma, die in Spitzenzeiten rund 4.000 Arbeitnehmer in Solingen beschäftigte. Durch den internationalen Wettbewerb und damit verbundene Probleme rutschte K****S Ende der 80er in die roten Zahlen und wurde 1991 vom ebenfalls finanziell angeschlagenen M******X-Konzern aufgekauft. Dessen marktstrategische Pläne erfüllen sich jedoch nicht, sodaß K****S letztlich geschlossen wurde und der Markenname in Frankreich bei M******X verblieb, die jetzt unter dem weltweit bekannten Markennamen K****S ihre Elektroartikel vertreibt. Das hat mehrere hundert Solinger Arbeitnehmer ihren Job gekostet (K****S existiert noch mit stark verringertem Personal).

Wenn man sich mal den Werdegang der ganzen Geschichte durch den Kopf gehen läßt, könnte man auf die Idee kommen, das ganze war von Anfang an ein abgekartetes Spiel. Weil der Markenname M******X m. E. wenig vertrauenserweckend ist, da er landläufig für Billigware steht, kauft man sich einfach eine Firma wie K****S, die hochwertige Geräte herstellt und schließt sie danach, ohne darum viel federlesens zu machen. So kann M******X sein Zeug unter dem guten Markennamen verkaufen.

Um das Wegsterben der Solinger Wirtschaft nicht noch zusätzlich zu beschleunigen, sollte man sich überlegen, ob man als Solinger Bürger nicht zuerst Waren kauft, die auch in Solingen hergestellt werden, wenn man die Wahl hat. Es gibt da viele Möglichkeiten: Ob es Solinger Schneidwaren bzw. Bestecke sind, anstatt sie z. B. von WMF zu kaufen; Rasierapparate von WILKINSON samt Klingen anstelle von z. B. GILETTE oder Weingummis von HARIBO anstelle z. B. von KATJES ... Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Schließlich sind es die Arbeitsplätze der Nachbarn, die man damit sichert, das sollte uns allen klar sein!

Die Amerikaner haben es damals mit ihrem Slogan "Buy American" vorgemacht, die Idee ist gar nicht so schlecht.

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